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Häusliche Krankenpflege

Die häusliche Krankenpflege ist in § 37 SGB V geregelt. Als Krankenhausvermeidungspflege (bzw. Krankenhausverkürzungspflege) nach § 37 Abs. 1 SGB V hat sie zum Ziel, eine stationäre Krankenhausbehandlung zu vermeiden oder zu verkürzen. Diese Form der häuslichen Krankenpflege umfasst die erforderliche Grund- und Behandlungspflege sowie hauswirtschaftliche Versorgung. Der Anspruch besteht bis zu vier Wochen je Krankheitsfall, kann jedoch in begründeten Ausnahmefällen für einen längeren Zeitraum bewilligt werden. Die sogenannte Unterstützungspflege ist in § 37 Abs. 1a SGB V geregelt. Versicherte erhalten bei schwerer Krankheit oder wegen akuter Verschlimmerung einer Krankheit, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung, soweit keine Pflegebedürftigkeit mit Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5 im Sinne des Elften Buches vorliegt, die erforderliche Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung. Häusliche Krankenpflege wird auch in Form der Sicherungspflege gewährt. Versicherte erhalten gemäß § 37 Abs. 2 SGB V in ihrem Haushalt, ihrer Familie oder sonst an einem geeigneten Ort, als häusliche Krankenpflege Behandlungspflege, wenn diese zur Sicherung des Ziels der ärztlichen Behandlung erforderlich ist. Weitere Voraussetzungen und Leistungsinhalte der häuslichen Krankenpflege werden in der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Verordnung von häuslicher Krankenpflege (HKP-Richtlinie) beschrieben. In der Anlage zur Richtlinie findet sich eine Aufstellung einzelner grund- und behandlungspflegerischer Maßnahmen, die jeweils verordnungsfähig sind.